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Realkredit:
Quelle : http://www.fit-in-finanzen.de/index.php?id=1148
Kurzbeschreibung
Es sich um meist hohe, oft objektgebunden Kredite, die über sehr lange Laufzeiten (über 5 Jahre bis zu 30 Jahre) abgeschlossen werden, und mit Grundschulden besichert werden – beispielsweise für die Finanzierung von Bauvorhaben im Rahmen der gewerblichen Immobilienfinanzierung.
Arten
Nach den Tilgungsmodalitäten sind typische Kreditarten:
Annuitätendarlehen: die Zahlung von Zins und Tilgung erfolgt während der Laufzeit in gleichbleibenden Beträgen (Annuitäten) – dabei sinkt der Zinsanteil und steigt der Tilgungsanteil der Annuität mit der Laufzeit.
Abzahlungsdarlehen: die Tilgungsbeiträge bleiben hier über die Laufzeit konstant, die Zinszahlungen werden durch die Verrechnung der erfolgten Tilgung geringer. Insgesamt ergeben sich also mit der Laufzeit abnehmende Zahlungen.
Festdarlehen: während der Laufzeit erfolgt nur die Zinszahlung (in konstanten Beträgen), die Tilgung wird am Ende der Laufzeit in einer Summe geleistet.
Vor- und Nachteile bzw. Risiken
Vorteile:
die Besicherung über eine Grundschuld ermöglicht hohe und langfristige Finanzierungen und erhöht damit die Planungssicherheit für das Unternehmen
die Verzinsung kann über mehrere Jahre fest erfolgen und sichert dem Unternehmen für diesen Zeitraum eine stabile Finanzierung und hohe Planungssicherheit
eine Kündigung von Krediten mit fester Laufzeit ist nach Nr. 19 Absatz 3 AGB der Banken fristlos nur aus wichtigen Gründen möglich
die Kreditbedingungen sind langfristig festgeschrieben
Nachteile:
bei der Bewertung von gewerblich genutzten Immobilien werden meist hohe Abstriche bei der Ermittlung der Beleihungsgrenze gemacht
Ungewissheit über Gesamtkosten der Investition, wenn Zinsen nur über einen kurzen Zeitraum festgelegt werden oder variabel sind
frühzeitige Tilgung ist mit Kosten (Vorfälligkeitsentschädigung) verbunden
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Fachbegriffe EV oder Eidestattliche Versicherung: Quelle: http://www.net-lexikon.de/ Seit dem 27.06.1970 ist der Offenbarungseid gesetzlich durch die eidesstattliche Versicherung ersetzt (siehe §§ 807 Abs. 2 und 3, 899 ff. ZPO). Nach diesen Vorschriften hat der Schuldner in der Zwangsvollstreckung aus einem Titel zu Protokoll an Eides Statt zu versichern, dass er die Angaben in seinem Vermögensverzeichnis nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig gemacht habe. Der Schuldner ist zur eidesstattlichen Versicherung verpflichtet, wenn entweder
die Pfändung durch den Gerichtsvollzieher nicht zu einer vollständigen Befriedigung des Gläubigers geführt hat,
der Gläubiger glaubhaft macht, dass er durch Pfändung seine Befriedigung nicht vollständig erlangen kann,
der Schuldner die Durchsuchung seiner Wohnung verweigert oder
der Gerichtsvollzieher den Schuldner trotz Ankündigung mindestens zwei Wochen vorher wiederholt nicht in seiner Wohnung angetroffen hat.
Zuständig für die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung nach § 807 Abs. 2 ZPO ist der Gerichtsvollzieher. Erscheint der Schuldner im Termin zur Abnahme der eidesstattlichen Versicherung nicht, so kann auf Antrag des Gläubigers gem. § 901 ZPO gegen ihn Haftbefehl erlassen werden. Die Haft zur Erzwingung darf gem. § 913 ZPO sechs Monate nicht übersteigen.
Versichert der Schuldner unrichtige oder unvollständige Angaben im Vermögensverzeichnis so kann er sich bei Vorsatz wegen Falscher Versicherung an Eides Statt (§ 156 StGB) und bei Fahrlässigkeit wegen Fahrlässiger falscher Versicherung an Eides Statt (§ 163 StGB) strafbar machen.
Zum Thema
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Pressemeldungen | Haspa startet Mittelstandsoffensive
Quelle: www.haspa.de/Haspa/Unternehmen/Presse/Pressemeldungen/
Günstige Kredite zur Finanzierung des Aufschwungs
Sonderkreditprogramm im Gesamtvolumen von 400 MiIlionen Euro
Zusätzliche attraktive Dienstleistungen für Firmenkunden
Auch Finanzierungen im privaten Wohnungsbau werden gefördert
Hamburg, 4. Februar 2004: Das Konjunkturtal ist durchschritten. Ein nachhaltiger Aufschwung kann aber erst dann einsetzen, wenn wieder kräftig investiert wird. Insbesondere auf der Finanzierungsseite sind Anreize notwendig. Aus diesem Grund startet die Haspa jetzt eine Mittelstandsoffensive. Haspa-Vorstandsmitglied Werner Matthews: \"Im Mittelpunkt steht ein Sonderkreditprogramm im Umfang von insgesamt 400 Millionen Euro, das zu gleichen Teilen auf Unternehmen und auf private Bauherren ausgerichtet ist. Die attraktiven Konditionen werden helfen, viele dringend notwendige Investitionen im Großraum Hamburg in Gang zu setzen.\"
200 Millionen Euro aus dem Sonderkreditprogramm der Haspa sind für Dienstleistungsunternehmen, Handwerksbetriebe und gewerbliche Firmen reserviert. Den Unternehmen werden Darlehen bis zu 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Weitere 200 Millionen Euro stehen für den Erwerb, die Renovierung oder die Modernisierung von selbstgenutzten Wohngebäuden zur Verfügung. Werner Matthews: \"Diese Förder-Komponente für den privaten Wohnungsbau kommt nicht nur den privaten Bauherren zugute. Indirekt wird davon auch die Hamburger Bauwirtschaft, insbesondere das Bauhandwerk profitieren.\"
Partner der Haspa für diese Mittelstandsoffensive ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW bietet der Haspa besonders attraktiv gestaltete Sonderkreditprogramme zur Förderung des Mittelstandes und der privaten Baufinanzierung an. Damit kann die Haspa - als erste deutsche Bank überhaupt - ein spezielles Kreditkontingent für den kleinen Mittelstand zur Verfügung stellen: Darlehen bis zu 125.000 Euro werden noch günstiger, als größere Kredite aus dem Sonderkontingent. Die Refinanzierungsvorteile gibt die Haspa voll an ihre Kunden weiter. Die Kredite im Rahmen des Sonderkreditprogramms werden von der Haspa direkt vergeben - ohne Antragsverfahren bei der KfW.
Die Haspa ist traditionell der wichtigste Finanzierungspartner für den Mittelstand in Hamburg. Auch bei den Förderfinanzierungen in Zusammenarbeit mit Instituten des Bundes nimmt die Haspa - wie die gesamte Sparkassen-Organisation - eine Spitzenstellung ein. So werden beispielsweise rund 80 Prozent der StartUp-Fördermittel für Hamburg von der Haspa eingeworben.
Haspa-Vorstandsmitglied Werner Matthews: \"Kredite sind aber nicht alles. Neben dem Kredit müssen sich Mittelständler für andere, zum Teil neue Finanzierungsformen öffnen. Bei der Auswahl der richtigen Finanzierungsform unterstützen wir den Mittelstand mit einer breiten Dienstleistungspalette, die weit über die klassische Kreditvergabe hinaus geht. Beispiele hierfür sind internetbasierte Hilfs- und Vermittlungsmaßnahmen bei der Suche nach geeigneten Partnern und Nachfolgern, Hinweise auf attraktive Leasingfinanzierungen sowie mittelstandsspezifische Lösungen bei anderen Finanzierungsinstrumenten wie Factoring und Mezzanine-Kapital. Darüber hinaus leistet die Hamburger Sparkasse über die Haspa-Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand (Haspa BGM) eine aktive Unterstützung bei der Eigenkapitalfinanzierung durch stille und offene Kapitalbeteiligungen.\"
Das Schmiermittel für den Aufschwung sind und bleiben nach Matthews Ansicht allerdings Kredite. \"Daran darf es nicht fehlen, wenn die Investitionsbereitschaft wieder steigt.\"
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